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Kosten · Vergleich

Website mieten oder kaufen? Kosten, Eigentum und die Klauseln, auf die es ankommt

Kurz gesagt: Eine Website zu mieten kostet im Markt meist 69 bis 199 Euro im Monat, mit Hosting, Wartung und Updates inklusive. Eine Website zu kaufen kostet einmalig einige tausend Euro, plus Hosting, Wartung und jede Änderung. Über fünf Jahre ist Mieten für eine typische kleine Firmenseite meist günstiger, solange du beim Anbieter bleibst. Der entscheidende Unterschied ist das Eigentum: Bei vielen Mietmodellen gehört dir am Ende nichts, und ein Wechsel bedeutet einen Neubau.

"Mieten oder kaufen" klingt nach einer Preisfrage. Tatsächlich ist es eine Eigentumsfrage mit Preisschild. Beide Modelle können günstig oder teuer sein. Was sie wirklich unterscheidet, zeigt sich erst am Ende des Vertrags.

Gemeint ist hier: eine Website für dein Unternehmen erstellen lassen und entweder monatlich nutzen oder einmalig bezahlen und besitzen. Nicht gemeint ist der Kauf einer bestehenden Website als Geschäft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mieten kostet im Markt 69 bis 199 Euro im Monat, oft plus einer Einrichtungsgebühr.
  • Kaufen kostet einmalig einige tausend Euro, dazu kommen Hosting, Wartung und Änderungen.
  • Über fünf Jahre ist Mieten meist günstiger, solange du den Anbieter nicht wechselst.
  • Bei vielen Mietmodellen gehört dir weder der Code noch das Design. Beim Kauf meist schon.
  • Die wichtigste Klausel ist nicht die Laufzeit, sondern was du bei einer Kündigung mitnimmst.

Was "Website mieten" bedeutet

Beim Mieten zahlst du eine monatliche Pauschale und bekommst dafür eine fertige, betreute Website. Das Modell heißt auch Website-Abo, Mietwebsite oder Website as a Service. Enthalten sind fast immer Hosting, Domain, SSL, Updates und Backups, oft ein kleines Kontingent für Änderungen. Wie sich das von einer klassischen Agentur unterscheidet, erklärt Webagentur as a Service gegen klassische Webagentur.

Auch ein Homepage-Baukasten ist im Kern eine Miete: Du zahlst monatlich und kannst die Seite nicht vollständig mitnehmen. Was beim Wechsel weg von einem Baukasten passiert, steht in Website-Baukasten kündigen und wechseln.

Mieten und Kaufen im direkten Vergleich

MietenKaufen
Startkosten0–300 € Einrichtungeinige tausend Euro
Laufend69–199 € im MonatHosting plus Wartungsvertrag
Änderungenoft ein Kontingent, darüber nach Stundennach Stunden
Technik und UpdatesSache des Anbietersdeine Sache oder die des Wartungsvertrags
Code und Design gehören diroft neinmeist ja
Anbieterwechseloft Neubau nötigUmzug möglich

Die Rechnung über fünf Jahre

Eine Beispielrechnung für eine kleine Firmenseite mit einer kleinen Änderung im Monat. Die Annahmen stehen in der Tabelle, damit du sie mit deinen eigenen Angeboten ersetzen kannst:

PostenKaufenMieten
Erstellung oder Einrichtung5.000 €200 €
Hosting und Domain, 20 € × 60 Monate1.200 €inklusive
Wartung, 89 € × 60 Monate5.340 €inklusive
Änderungen, 1 Stunde à 89 € × 60 Monate5.340 €meist im Kontingent
Monatspauschale, 119 € × 60 Monateentfällt7.140 €
Summe nach fünf Jahren16.880 €7.340 €
Wem gehört die Seite danach?diroft dem Anbieter

Mieten liegt in diesem Beispiel rund 9.500 Euro vorn. Die letzte Zeile ändert die Rechnung aber, sobald du wechseln willst: Gehört dir die gemietete Seite nicht, zahlst du beim nächsten Anbieter für einen Neubau, und der Vorsprung schrumpft um genau diesen Betrag. Bei häufigeren Änderungen verschiebt sich die Rechnung weiter zugunsten der Miete, solange die Änderungen im Mietpreis enthalten sind. Eine Fünf-Jahres-Rechnung mit vier Änderungen im Monat steht in Was kostet eine Website bei einer Agentur.

Die Eigentumsfrage, in vier Teilen

"Gehört mir die Website?" lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten, weil eine Website aus vier Dingen besteht, die unterschiedlich geregelt sein können:

  1. Die Domain. Entscheidend ist, wer im Register als Inhaber eingetragen ist. Das solltest immer du sein, egal ob du mietest oder kaufst.
  2. Der Code. Beim Kauf bekommst du ihn meist. Bei vielen Mietmodellen bleibt er beim Anbieter, und bei Baukästen gibt es oft gar keinen vollständigen Export.
  3. Die Inhalte. Deine eigenen Texte und Fotos gehören dir. Hat die Agentur Texte geschrieben oder Bilder lizenziert, bekommst du nur die Nutzungsrechte, die im Vertrag stehen. Das regelt § 31 Urheberrechtsgesetz: Sind die Nutzungsarten nicht ausdrücklich benannt, erhältst du im Zweifel nur so viel, wie der Vertragszweck erfordert.
  4. Das Design. Auch das Layout ist ein Werk. Ob du es bei einem Wechsel weiterverwenden darfst, steht im Vertrag, oder eben nicht.

Lass dir deshalb schriftlich geben, welche dieser vier Teile du bei einer Kündigung mitnimmst, und in welchem Format. Weitere Stellen, an denen Verträge gern schweigen, sammelt Versteckte Kosten einer Website.

Die Klauseln, auf die es ankommt

  • Laufzeit: Zwölf Monate sind bei Mietmodellen üblich, manche Anbieter verlangen 24. Das ist weniger kritisch als es klingt, wenn der Rest stimmt.
  • Verlängerung: Um wie viel verlängert sich der Vertrag, wenn du nicht kündigst? Als Unternehmen schützt dich hier kein Verbraucherrecht.
  • Herausgabe: Bekommst du bei Kündigung Code, Inhalte und Design, und kostet das extra?
  • Änderungen: Wie viele sind enthalten, und was kostet jede weitere?

Monatlich betreut, und trotzdem deine

Bei ShiftPress zahlst du monatlich ab 79 Euro, mit Hosting, Domain, SSL und unbegrenzt vielen Änderungen. Deine Website ist dabei normaler Code in deinem eigenen Repository, den du jederzeit als ZIP herunterladen und überall betreiben kannst. Deine Startseite bauen wir vorher kostenlos neu.

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Wann sich Kaufen lohnt, wann Mieten

Kaufen lohnt sich, wenn

  • du individuelle Funktionen brauchst, etwa eine Anbindung an deine Warenwirtschaft,
  • jemand in deinem Team die Seite selbst pflegt,
  • du die Seite viele Jahre kaum verändern willst.

Mieten lohnt sich, wenn

  • du kein großes Budget vorab binden willst,
  • die Seite regelmäßig aktualisiert werden soll, ohne dass du dich kümmerst,
  • du lieber einen festen Monatsbetrag planst als einzelne Rechnungen.

Der beste Fall verbindet beides: monatlich zahlen, betreut werden, und trotzdem alles mitnehmen können. Wie sich die verschiedenen Wege auf den Monat gerechnet schlagen, vergleicht Website erstellen lassen: monatliche Kosten statt Einmalpreis. Warum Eigentum für uns nicht verhandelbar ist, steht in Kein Lock-in, deine Seite gehört dir.

Häufige Fragen

Ist es besser, eine Website zu mieten oder zu kaufen?
Für eine kleine Firmenseite, die regelmäßig aktualisiert werden soll, ist Mieten über fünf Jahre meist günstiger, weil Hosting, Wartung und oft auch Änderungen im Monatspreis enthalten sind. Kaufen lohnt sich bei individuellen Funktionen, wenn jemand im Team die Seite selbst pflegt oder wenn der Code dir gehören muss. Entscheidend ist, was du bei einer Kündigung mitnimmst: Gehört dir die gemietete Seite nicht, kostet ein Wechsel einen Neubau.
Was kostet es, eine Website zu mieten?
Eine Website zu mieten kostet im deutschen Markt meist 69 bis 199 Euro im Monat, oft plus einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 0 bis 300 Euro. Enthalten sind fast immer Hosting, Domain, SSL, Updates und Backups, häufig ein kleines Kontingent für Änderungen. Die Mindestlaufzeit liegt meist bei zwölf, manchmal bei 24 Monaten.
Was kostet es, eine Website zu kaufen?
Eine kleine Firmenseite zu kaufen, also erstellen zu lassen und zu besitzen, kostet einmalig meist einige tausend Euro. Dazu kommen laufend Hosting und Domain von etwa 20 Euro im Monat, ein Wartungsvertrag von oft 50 bis 150 Euro im Monat und jede Änderung nach Stundensatz. Über fünf Jahre summiert sich das bei einer kleinen Seite schnell auf 15.000 Euro und mehr.
Gehört mir eine gemietete Website?
Das hängt vom Vertrag ab und ist bei jedem Anbieter anders. Eine Website besteht aus Domain, Code, Inhalten und Design. Die Domain sollte immer auf dich eingetragen sein. Code und Design bleiben bei vielen Mietmodellen beim Anbieter. An Texten und Bildern, die der Anbieter erstellt oder lizenziert hat, bekommst du nur die Nutzungsrechte, die im Vertrag stehen. Lass dir vor Vertragsschluss schriftlich geben, was du bei einer Kündigung mitnimmst.
Was passiert mit meiner Website, wenn ich den Mietvertrag kündige?
Bei vielen Mietmodellen wird die Website nach Vertragsende abgeschaltet, und du behältst nur deine Domain und deine eigenen Inhalte. Der nächste Anbieter muss die Seite dann neu bauen. Einige Anbieter geben den Code gegen eine Gebühr heraus, wenige kostenlos als vollständigen Export. Das ist die wichtigste Frage, die du vor einem Mietvertrag stellen solltest.

Das Fazit

Mieten ist für die meisten kleinen Firmenseiten die wirtschaftlichere Wahl, und Kaufen die sicherere. Du musst dich nicht zwischen beidem entscheiden, wenn du vor der Unterschrift eine einzige Frage stellst: Was gehört mir, wenn ich gehe?

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