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Was kostet eine Website in Österreich? Preise, Monatskosten und Pflichten

Kurz gesagt: In Österreich kostet eine einfache Firmenwebsite mit 5 bis 7 Seiten bei einer Agentur 1.500 bis 6.000 Euro netto, ein Onepager ab etwa 800 Euro. Die Stundensätze liegen bei 80 bis 150 Euro, in Wiener Agenturen eher bei 120 bis 180 Euro. Laufend kommen rund 25 bis 300 Euro im Monat dazu. Österreichisch sind vor allem zwei Dinge: die doppelte Impressumspflicht nach ECG und Mediengesetz, und dass viele Betriebe Förderungen mitrechnen können.

Österreichische Preise liegen in vielen Bereichen unter den deutschen, bei Webdienstleistungen aber ziemlich genau gleichauf. Was sich wirklich unterscheidet, sind die rechtlichen Pflichten und die Fördermöglichkeiten. Beides wirkt sich direkt auf deine Rechnung aus.

Die allgemeine Aufschlüsselung aller Kostenblöcke gilt auch hier, sie steht in Was kostet eine Website monatlich. Dieser Artikel ergänzt, was in Österreich anders ist.

Was österreichische Agenturen verlangen

  • Stundensatz im Schnitt: 80 bis 150 Euro netto
  • Wien: eher 120 bis 180 Euro
  • Linz und Oberösterreich: 80 bis 135 Euro netto
ProjektUmfangPreis netto
OnepagerEine Seite, Kontaktab 800 €
Einfache Firmenwebsite5–7 Seiten1.500–6.000 €
Mittlere KMU-Website10–30 Seiten, Blog6.000–15.000 €

Alle Beträge sind netto. Für Unternehmen mit Vorsteuerabzug ist das die relevante Zahl, für Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer kommen 20 Prozent obendrauf.

Die laufenden Kosten in Österreich

Viele österreichische Anbieter rechnen mit rund 300 Euro pro Jahr für Hosting, Wartung und rechtliche Absicherung. Das ist ein realistischer Wert für eine einfache, statische Seite ohne Betreuungsvertrag, also etwa 25 Euro im Monat. Sobald eine Agentur die Seite pflegt, liegst du bei 150 bis 300 Euro im Monat, und Änderungen kommen nach Stundensatz dazu.

Die einzelnen Posten sind dieselben wie in Deutschland: Domain, Hosting, Lizenzen, Recht, Wartung, Änderungen und Inhalte. Wie stark besonders die Wartung ins Gewicht fällt, haben wir in Was Website-Wartung wirklich kostet aufgeschlüsselt.

Der österreichische Sonderfall: zweimal Impressum

Das ist der Punkt, an dem österreichische Websites sich wirklich von deutschen unterscheiden, und er wird regelmäßig übersehen. In Österreich gelten zwei Regelwerke nebeneinander:

  • § 5 ECG (E-Commerce-Gesetz): das klassische Impressum mit Firmenwortlaut, Anschrift, Kontakt, Firmenbuchnummer, UID und Aufsichtsbehörde.
  • § 24 und § 25 Mediengesetz: zusätzlich ein medienrechtliches Impressum und, bei sogenannten "großen Websites", eine Offenlegung mit Eigentumsverhältnissen, Beteiligungen, Leitung und der grundlegenden Richtung des Mediums.

Wer die Offenlegungspflicht verletzt, riskiert Geldstrafen von bis zu 20.000 Euro. Praktisch heißt das: Für eine österreichische Geschäftswebsite reicht ein aus Deutschland übernommener Impressumstext nicht aus. Rechne für ordentliche Rechtstexte einmalig 300 bis 900 Euro oder ein Generator-Abo mit 5 bis 20 Euro im Monat.

Die aktuellen Anforderungen findest du beim Unternehmensserviceportal und bei der WKO. Wir sind keine Rechtsberatung, prüfe deinen Fall mit deiner Rechtsvertretung.

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Auch für Betriebe in Österreich. Du siehst das Ergebnis, bevor du etwas zahlst. Betreuung ab 79 Euro im Monat, unbegrenzt Änderungen, und der Code gehört dir.

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Förderungen mitrechnen

Österreich fördert Digitalisierungsprojekte von KMU über das Programm KMU.DIGITAL, das Beratung und Umsetzung bezuschusst. Wichtig: Die Fördertöpfe sind budgetiert und zeitweise ausgeschöpft, die Bedingungen ändern sich je Förderperiode. Prüfe den aktuellen Stand direkt bei kmudigital.at, bevor du damit kalkulierst.

Dazu kommen regionale Programme der Bundesländer und Wirtschaftskammern. Für einen kleinen Betrieb kann das den Unterschied machen, ob ein Relaunch dieses oder nächstes Jahr passiert. Ein Hinweis aus der Praxis: Viele Förderungen verlangen ein Angebot vor Projektbeginn, also hol das Angebot ein, bevor du beauftragst.

Datenschutz: DSGVO plus DSG

In Österreich gilt die DSGVO und ergänzend das nationale Datenschutzgesetz. Praktisch bedeutet das dieselben Anforderungen wie in Deutschland: eine vollständige Datenschutzerklärung, ein Einwilligungsbanner, sobald du Analyse- oder Marketing-Cookies setzt, und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit deinem Hoster.

Der günstigste Weg führt auch hier über Datensparsamkeit: Wer keine Marketing-Cookies setzt, spart nicht nur das Consent-Tool, sondern verliert auch weniger Besucher an das Banner.

Was eine Website in Österreich monatlich kostet, zusammengefasst

ModellEinmalig nettoPro Monat
Baukasten, selbst gepflegt0–1.500 €25–60 €
Freelancer1.500–4.000 €45–130 €
Agentur mit Wartungsvertrag1.500–6.000 €180–500 €
Betreuter Service890–2.490 €79–449 €

Welches Modell für dich passt, hängt weniger vom Preis ab als davon, wie oft sich auf deiner Seite etwas ändern soll. Die Entscheidungshilfe dazu steht in Website erstellen lassen: monatliche Kosten statt Einmalpreis, die Fünf-Jahres-Rechnung gegen ein Agenturprojekt in Was kostet eine Website bei einer Agentur.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website in Österreich?
Eine einfache Business-Website mit 5 bis 7 Seiten kostet in Österreich 2026 zwischen 1.500 und 6.000 Euro netto. Ein Onepager für Selbstständige oder Neugründer ist ab etwa 800 Euro möglich, eine mittlere KMU-Website mit Blog liegt bei 6.000 bis 15.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten ab rund 300 Euro pro Jahr für Hosting, Wartung und rechtliche Absicherung.
Wie hoch ist der Stundensatz österreichischer Webagenturen?
Im Schnitt liegt der Stundensatz für Webdienstleistungen in Österreich bei 80 bis 150 Euro netto. Wiener Agenturen rechnen eher mit 120 bis 180 Euro, Agenturen in Linz und Oberösterreich mit 80 bis 135 Euro netto. Freelancer liegen meist darunter.
Welche Angaben braucht eine österreichische Website rechtlich?
In Österreich gelten zwei Regelwerke parallel. Nach § 5 ECG brauchst du ein Impressum mit Firmenwortlaut, Anschrift, Kontaktdaten, Firmenbuchnummer, UID und Aufsichtsbehörde. Nach §§ 24 und 25 Mediengesetz kommt ein medienrechtliches Impressum dazu und bei größeren Websites eine Offenlegung mit Eigentumsverhältnissen, Beteiligungen, Leitung und grundlegender Richtung. Verstöße gegen die Offenlegungspflicht können mit bis zu 20.000 Euro Geldstrafe geahndet werden.
Gibt es in Österreich Förderungen für eine neue Website?
Ja, Digitalisierungsprojekte von KMU werden über das Programm KMU.DIGITAL sowie über regionale Programme der Bundesländer und Wirtschaftskammern gefördert. Die Budgets sind allerdings begrenzt und zeitweise ausgeschöpft, und die Bedingungen ändern sich je Förderperiode. Prüfe den aktuellen Stand auf kmudigital.at und hol dein Angebot ein, bevor du beauftragst, weil viele Förderungen das voraussetzen.
Sind Website-Kosten in Österreich netto oder brutto angegeben?
Agenturangebote im B2B-Bereich sind fast immer netto angegeben. Für Unternehmen mit Vorsteuerabzug ist das die relevante Zahl. Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer und Privatpersonen müssen 20 Prozent Umsatzsteuer dazurechnen.

Das Fazit

Bei den Preisen unterscheidet sich Österreich kaum von Deutschland. Der echte Unterschied liegt in den Pflichten: Impressum nach ECG und Offenlegung nach Mediengesetz, mit spürbaren Strafen, wenn das fehlt. Plane das bei einem neuen Projekt von Anfang an ein, statt es nachträglich reparieren zu lassen.

Und rechne Förderungen durch, bevor du beauftragst. Für einen kleinen Betrieb entscheidet das oft darüber, ob der Relaunch überhaupt stattfindet.

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