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Kosten · Ratgeber

Was kostet eine Website monatlich? Jeder Kostenblock einzeln aufgeschlüsselt

Kurz gesagt: Eine kleine Unternehmenswebsite kostet in Deutschland realistisch zwischen 25 und 450 Euro im Monat. Die Spanne ist deshalb so groß, weil "Website-Kosten" sieben verschiedene Dinge meint, die nichts miteinander zu tun haben. Technik (Domain, Hosting, Lizenzen) ist der kleinste Posten, meist 10 bis 60 Euro. Teuer wird es bei Wartung, Änderungen und Inhalten, also überall dort, wo ein Mensch Zeit aufwendet. Wer seine Monatskosten senken will, muss deshalb nicht den Hoster wechseln, sondern die Arbeitsblöcke angehen.

"Was kostet eine Website im Monat?" ist eine Frage, auf die du im Netz Antworten zwischen 5 Euro und 800 Euro findest. Beide sind nicht gelogen. Sie reden nur über verschiedene Dinge. Der eine rechnet Hosting, der andere rechnet eine Agentur mit, die jeden Monat Inhalte pflegt.

Deshalb machen wir es hier andersherum. Wir zerlegen die Monatsrechnung in sieben Kostenblöcke. Jeden einzeln, mit Preisspanne und mit der Frage: Brauchst du ihn überhaupt? Am Ende stehen drei komplette Rechenbeispiele. Alle Beträge sind Nettopreise für den deutschen Markt, Stand 2026. Für Österreich und die Schweiz haben wir eigene Rechnungen, weil sich dort sowohl die Preise als auch die Rechtspflichten unterscheiden.

Die sieben Kostenblöcke auf einen Blick

BlockWas drinstecktPro MonatVermeidbar?
1. DomainDeine Adresse, z. B. .de oder .com1–3 €Nein
2. HostingDer Server, auf dem die Seite liegt5–50 €Nein, aber stark beeinflussbar
3. Lizenzen & PluginsTheme, Baukasten-Abo, Zusatzfunktionen0–125 €Ja, weitgehend
4. RechtlichesCookie-Tool, Datenschutztexte0–30 €Teilweise
5. Wartung & SicherheitUpdates, Backups, Monitoring0–500 €Ja, über die Technik
6. ÄnderungenTexte, Preise, neue Unterseite0–600 €Ja, über die Bedienung
7. Neue Inhalte & SichtbarkeitArtikel, Fotos, SEO0–1.500 €Nein, wenn die Seite Kunden bringen soll

Block 1: Die Domain, 1 bis 3 Euro im Monat

Eine .de-Domain kostet bei den meisten Anbietern zwischen 10 und 20 Euro im Jahr, eine .com etwas mehr. Umgerechnet sind das rund 1 bis 2 Euro im Monat. Das ist der einzige Posten, bei dem sich Sparen nicht lohnt, weil es schlicht nichts zu sparen gibt.

Ein Hinweis, der später wichtig wird: Achte darauf, dass die Domain auf dich registriert ist, nicht auf deine Agentur. Das ist der häufigste Grund, warum ein Anbieterwechsel später kompliziert wird. Mehr dazu in unserem Artikel über Lock-in und wem deine Seite eigentlich gehört.

Block 2: Hosting, 5 bis 50 Euro im Monat

Hier trennt sich, was für eine Art Website du betreibst:

  • Shared Hosting (Standard bei IONOS, Strato, All-inkl): 5 bis 15 Euro. Reicht für eine normale Firmenseite.
  • Managed WordPress Hosting (Raidboxes, Kinsta, WP Engine): 25 bis 60 Euro. Du zahlst hier vor allem dafür, dass jemand WordPress am Laufen hält.
  • Statisches Hosting (die Seite liegt als fertiger Code auf einem CDN): 0 bis 15 Euro. Es gibt keine Datenbank und kein PHP, das jemand betreuen müsste.

Der Unterschied ist nicht Geschmack. Eine statische Website hat schlicht weniger bewegliche Teile, die kaputtgehen können, und braucht deshalb auch weniger Rechenleistung. Das drückt nicht nur Block 2, sondern vor allem Block 5.

Block 3: Lizenzen und Plugins, 0 bis 125 Euro im Monat

Der Block, den fast alle unterschätzen. Bei einer typischen WordPress-Seite summieren sich Jahreslizenzen schnell auf 700 bis 1.500 Euro, also 60 bis 125 Euro im Monat:

  • Premium-Theme oder Pagebuilder wie Elementor Pro: 60 bis 100 Euro im Jahr
  • Formulare (Gravity Forms, WPForms): 50 bis 260 Euro im Jahr
  • Backup- und Sicherheits-Plugin: 50 bis 200 Euro im Jahr
  • SEO-Plugin in der Pro-Version: 90 bis 200 Euro im Jahr
  • Mehrsprachigkeit (WPML): 100 bis 200 Euro im Jahr

Die vollständige Rechnung mit allen Posten haben wir in Was eine WordPress-Website wirklich kostet aufgeschrieben.

Bei einem Baukasten ist dieser Block zusammengefasst: Wix, Jimdo oder Squarespace kosten 12 bis 50 Euro im Monat und haben das meiste eingebaut. Dafür ist die Seite an das jeweilige System gebunden. Welcher Anbieter was kann, steht im Homepage-Baukasten-Vergleich.

Block 4: Rechtliches, 0 bis 30 Euro im Monat

Für eine deutsche Geschäftswebsite brauchst du Impressum, Datenschutzerklärung und, sobald du Analyse- oder Marketing-Cookies setzt, ein Einwilligungsbanner. Typische Kosten:

  • Consent-Tool (Cookiebot, Usercentrics, Borlabs): 0 bis 25 Euro im Monat, je nach Seitenaufrufen
  • Generierte Rechtstexte im Abo (eRecht24 und ähnliche): 5 bis 20 Euro im Monat
  • Anwaltlich geprüfte Texte einmalig: 300 bis 900 Euro

Sparpotenzial gibt es an einer überraschenden Stelle: Wer keine Marketing-Cookies setzt, sondern datensparsame Statistik nutzt, braucht in vielen Fällen kein Banner. Wie das geht, beschreiben wir unter SEO für statische Websites.

Block 5: Wartung und Sicherheit, 0 bis 500 Euro im Monat

Jetzt wird es teuer, und zwar abhängig davon, worauf deine Seite gebaut ist.

  • Basis-Wartungspaket: 50 bis 150 Euro im Monat für Updates, Backups und Sicherheit
  • Agenturvertrag: 200 bis 500 Euro im Monat für kleine Seiten, mehr für größere
  • Statische Seite: nahe null, weil es keine Plugins und keine Datenbank gibt, die aktualisiert werden müssten

Das ist kein Marketingsatz, sondern der Grund, warum der Block überhaupt existiert. Ein Großteil der Wartung an einer WordPress-Seite ist Pflege, die das System von sich selbst verlangt: Plugin-Updates, die sich gegenseitig stören, Sicherheitslücken in fremdem Code, Themes, die nach einem Update anders aussehen. Die ausführliche Rechnung steht in Was Website-Wartung wirklich kostet.

Block 6: Änderungen am Inhalt, 0 bis 600 Euro im Monat

Der Block, der in keinem Angebot steht und trotzdem jeden Monat anfällt. Eine neue Telefonnummer. Ein geändertes Preisblatt. Ein Team-Foto. Drei Sätze auf der Startseite.

  • Freelancer nach Stunden: 60 bis 120 Euro die Stunde, und kaum jemand rechnet unter einer halben Stunde ab
  • Agentur nach Stunden: 90 bis 150 Euro die Stunde
  • Kontingent im Wartungsvertrag: oft 1 bis 2 Stunden im Monat inklusive, alles darüber extra
  • Selbst machen: 0 Euro, aber deine Zeit

Rechne ehrlich: Vier kleine Änderungen im Monat sind bei 120 Euro Stundensatz schnell 240 bis 480 Euro. Das ist in vielen Fällen der größte Einzelposten der ganzen Monatsrechnung, und er taucht in keinem Kostenvergleich auf. Er ist auch der Grund, warum viele Seiten veralten: Nicht weil niemand die Änderung machen will, sondern weil sie sich für einen Satz nicht lohnt. Warum sich das bei WordPress besonders zäh anfühlt, haben wir in Warum WordPress sich nach Arbeit anfühlt beschrieben.

Änderungen, ohne pro Stunde zu zahlen

Bei ShiftPress sagst du die Änderung in einem Satz, wir setzen sie um und du bekommst den Link. Unbegrenzt oft, zum festen Monatspreis ab 79 Euro. Deine Startseite bauen wir vorher kostenlos neu, damit du siehst, was du bekommst.

Betreuung ansehen

Block 7: Neue Inhalte und Sichtbarkeit, 0 bis 1.500 Euro im Monat

Der einzige Block, bei dem Sparen wirklich weh tut. Eine Website, zu der nie etwas dazukommt, verliert über die Jahre Sichtbarkeit, weil andere weiterschreiben.

  • Fachartikel vom Texter: 150 bis 500 Euro pro Stück
  • SEO-Betreuung: 300 bis 1.500 Euro im Monat bei einer Agentur
  • Fotos: 300 bis 1.200 Euro pro Shooting, alle paar Jahre

Hier liegt aber auch der größte Hebel, denn dieser Block ist der einzige, der Geld zurück bringt. Wie Suchmaschinen und KI-Assistenten heute Kunden auf kleine Websites bringen, steht in Neue Kunden über Suchmaschinen und in Warum die eigene Website für die KI-Suche wichtiger wird.

Der achte Block, der nicht auf der Rechnung steht

Zwischen "Ich brauche eine Änderung" und "Die Änderung ist online" liegt bei den meisten kleinen Unternehmen eine Wartezeit von Tagen bis Wochen. Diese Zeit kostet kein Geld, aber sie kostet Aufträge, wenn auf deiner Seite noch die Preise vom letzten Jahr stehen oder eine Leistung fehlt, nach der Kunden fragen.

Wenn du deine Monatskosten senken willst, ist dieser Block der wichtigste, weil er die anderen erklärt: Fast alles, was eine Website teuer macht, ist Abhängigkeit von jemandem, der Zeit abrechnet.

Drei Rechenbeispiele, komplett

Dieselbe Firmenseite mit zehn Unterseiten, drei Wegen, sie zu betreiben:

BlockBaukasten, selbst gepflegtWordPress + AgenturBetreuter Service
Domaininklusive2 €inklusive
Hostinginklusive30 €inklusive
Lizenzen25 €85 €inklusive
Rechtliches15 €20 €inklusive
Wartung0 €150 €inklusive
Änderungen (4 im Monat)deine Zeit300 €inklusive
Inhaltedeine Zeit300 €ab 199 € mit Artikeln
Summeca. 40 € + deine Zeitca. 887 €79–449 €

Die ehrliche Lesart: Der Baukasten ist am billigsten, solange deine eigene Zeit nichts kostet. Die Agenturlösung ist am teuersten, weil jeder Handgriff ein abgerechneter Handgriff ist. Was eine Agentur genau berechnet und wie sich das über fünf Jahre entwickelt, rechnen wir in Was kostet eine Website bei einer Agentur durch.

Wenn du gerade erst überlegst, ob du überhaupt einmalig oder monatlich zahlen willst, ist Website erstellen lassen: monatliche Kosten statt Einmalpreis der passende Einstieg.

Wo du wirklich sparen kannst

  1. Technik vereinfachen statt Hoster wechseln. Eine statische Seite löst Block 3 und Block 5 fast vollständig auf. Das sind bei einer typischen WordPress-Seite 150 bis 250 Euro im Monat.
  2. Änderungen selbst machen können. Sobald du Texte ohne Entwickler ändern kannst, verschwindet Block 6.
  3. Nicht bei Block 7 sparen. Das ist der einzige Posten, der Umsatz erzeugt.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website monatlich?
Für eine kleine Unternehmenswebsite in Deutschland liegen die monatlichen Kosten 2026 realistisch zwischen 25 und 450 Euro. Nach unten begrenzt ein Baukasten mit rund 25 bis 40 Euro, wenn du alles selbst pflegst. Nach oben kommt eine WordPress-Seite mit Agenturvertrag schnell auf 800 Euro und mehr, weil Wartung, Änderungen und Inhalte einzeln abgerechnet werden. Technik (Domain, Hosting, Lizenzen) macht dabei meist nur 10 bis 60 Euro aus, der Rest ist Arbeitszeit.
Was kostet eine Website im Jahr?
Rechne die monatlichen Blöcke mal zwölf und addiere die einmaligen Posten, die nur alle paar Jahre anfallen. Eine selbst gepflegte Baukastenseite liegt bei etwa 300 bis 600 Euro im Jahr. Eine WordPress-Seite mit Lizenzen und einem kleinen Wartungsvertrag liegt bei 2.000 bis 4.000 Euro im Jahr. Mit Agenturbetreuung und regelmäßigen Inhalten sind 8.000 bis 12.000 Euro im Jahr normal.
Welcher Kostenblock ist der größte?
In fast allen Fällen die menschliche Arbeit, also Wartung, Änderungen und neue Inhalte zusammen. Technik (Domain, Hosting, Lizenzen) macht bei einer normalen Firmenwebsite selten mehr als 60 Euro im Monat aus. Wer seine Kosten senken will, muss deshalb an der Arbeitszeit ansetzen, nicht am Hostingtarif.
Kann eine Website auch ohne monatliche Kosten laufen?
Ganz ohne geht es nicht, weil Domain und Hosting immer anfallen. Unter 10 Euro im Monat ist aber möglich, wenn die Seite statisch ist, du keine kostenpflichtigen Plugins nutzt und alle Änderungen selbst machst. Sobald jemand anderes an der Seite arbeitet, entsteht der große Teil der Kosten.
Was kostet eine einfache Website mit fünf Seiten im Monat?
Bei einem Baukasten mit Eigenpflege etwa 25 bis 40 Euro im Monat. Bei WordPress mit Basis-Wartung etwa 100 bis 200 Euro im Monat, ohne die Kosten für Änderungen. Bei einem betreuten Service, in dem Hosting, Wartung und unbegrenzte Änderungen enthalten sind, beginnt es bei rund 79 Euro im Monat.
Sind die Kosten für eine Website steuerlich absetzbar?
Für Unternehmen sind laufende Kosten wie Hosting, Domain, Lizenzen und Betreuung in der Regel sofort abziehbare Betriebsausgaben. Die einmalige Erstellung einer Website wird dagegen oft als immaterielles Wirtschaftsgut über mehrere Jahre abgeschrieben. Das ist ein weiterer Grund, warum viele kleine Unternehmen laufende Monatskosten dem großen Einmalbetrag vorziehen. Frag im Zweifel deine Steuerberatung, das hängt vom Einzelfall ab.

Das Fazit

Die Frage "Was kostet eine Website monatlich" lässt sich nur beantworten, wenn man sie in ihre Teile zerlegt. Technik ist billig und planbar. Teuer ist alles, wofür ein Mensch Zeit abrechnet, und genau dort entscheidet sich deine Monatsrechnung.

Wenn du wissen willst, wo deine Seite gerade steht, prüfe sie zuerst: Der WordPress-Check zeigt dir, worauf deine Seite läuft und welche Blöcke bei dir überhaupt anfallen.

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